Druckkammerzentrum im Klinikum Traunstein begeht 20-jähriges Jubiläum

Kaum Jemand kennt sie. Und wer sie kennt, dem hat die Druckkammer im Klinikum Traunstein wahrscheinlich bei einer schwer heilenden Wunde, Innenohr-Erkrankung, Rauchgasvergiftung, Bestrahlungsfolge oder Knochen- und Gelenkserkrankung geholfen. Auf letztere Gruppe von Erkrankungen lenkten die Ärzte des Druckkammerzentrums im Klinikum Traunstein Anfang Juni anlässlich ihres Jubiläums den Fokus. Ein interessiertes Fachpublikum aus dem In- und Ausland diskutierte im Landratsamt Traunstein Forschungsergebnisse zur Hyperbaren Sauerstofftherapie (HBO).

Bei Erkrankungen der Knochen oder Gelenke bietet die HBO-Therapie in einer sogenannten Druckkammer, bei der die Patienten 100 %igen Sauerstoff einatmen, eine reale Heilungschance. Man spricht hier von der Hyperbaren Sauerstofftherapie, da die „Kammer“ dazu dient, einen Überdruck zu erzeugen. Dieser ermöglicht es dem menschlichen Körper, den eingeatmeten Sauerstoff wesentlich besser aufzunehmen. Dieser Sauerstoff reichert sich im Körper dort an, wo er fehlt. Im Falle von Knochennekrosen hilft er z.B. neues Knochengewebe aufzubauen.

Zum 20-jährigen Bestehen des Druckkammerzentrums im Klinikum Traunstein ließen es sich auch Koryphäen aus den USA, Italien und Österreich nicht nehmen, über den „Stellenwert der Hyperbaren Sauerstofftherapie bei Knochen- und Gelenkserkrankungen“ zu referieren. Prof. E. Camporesi von der University of South Florida berichtete u.a. über seine Forschungsergebnisse im Bereich der Knocheninfektionen und den positiven Einfluss der Hyperbaren Sauerstofftherapie.

Die Veranstaltung war gleichzeitig die Jahrestagung der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e.V. (GTÜM), die den Teilnehmern neue Aspekte zur Notfallversorgung bei Rauchgasvergiftung und Tauchunfällen vermittelte.

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