Weichteilschäden nach Radiatio

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Konventionelle Therapiemodalitäten versagen bei Strahlenfolgen, da eine ausreichende Versorgung der hypovaskularisierten Gewebe mit Nährstoffen, Medikamenten und Sauerstoff nicht möglich ist. Die oft sehr schmerzhaften Strahlenulzera erfordern den Einsatz hochpotenter Analgetika, die zur Suchtentwicklung führen können. Rekonstruktive Eingriffe zeichnen sich durch hohe Misserfolgsraten und Wundheilungsstörungen aus.

Die enttäuschenden Ergebnisse konventioneller Maßnahmen führten zum versuchsweisen Einsatz der HBO bei Radionekrosen, da sie den Gewebe-pO2 auf normale Werte anhebt und die Kollagenbildung im Wundrandgebiet stimuliert, die ihrerseits die Mikrovaskularisierung anregt.  Die verbesserte Durchblutung fördert die Reepithelialisierung kleiner Ulzera und verbessert das Angehen von Transplantaten und gestielten Lappen. Gewebesauerstoffstudien ergaben nach acht HBO-Behandlungen eine messbare Angioneogenese, die nach 20 Anwendungen 80% bis 85% der Gefäßversorgung unbestrahlter Gewebe erreichte und auch nach Therapieende auf diesem Niveau verharrte [Marx et al. 1985].

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